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Starkregen – Was können Sie tun, um Ihre Bausubstanz zu schützen?

Der Klimawandel und seine Folgen für Ihre Immobilie

 

Das Wetter wird immer extremer und mittlerweile können lokale Wetterereignisse auch immer präziser aufgezeichnet werden. Daher weiß man, dass es lokal zu extremen Niederschlägen kommen kann, die im schlimmsten Fall auch die Substanz des Hauses schädigen können. Hinzu kommt, dass in den dicht besiedelten Ballungsräumen in den letzten Jahren noch einmal ordentlich nachverdichtet wurde, was den Effekt noch verstärkt. Wo früher noch ein unbebauter Acker war, ist jetzt der geteerte Parkplatz zu einem Supermarkt. Das Wasser kann nicht mehr versickern und sucht sich neue Wege. Oder in der Nachbarschaft wurde ein Haus abgerissen, das Grundstück geteilt und jetzt gibt es zwei Stellplätze plus Garagen und eventuelle Mäuerchen zur Grundstückseinfassung. Oftmals steht dann das Wasser irgendwo beim Nachbarn in der Garage oder auch im Keller, wenn es ganz schlimm kommt.

 

Was kann man tun?

Betrachten Sie die Topologie um Ihr Haus auf Ihrem Grundstück herum. Neigt sich das Gelände zum Haus hin oder eher weg? Natürlich können Sie nicht immer mit dem Bagger alles umgraben lassen. Oft helfen schon kleine tieferliegende Gräben zum Beispiel als Blumenbeete getarnt, in denen das Wasser vorbei fließen kann.

Sorgen Sie dafür, dass Garagentore und Fenster besonders im Keller dicht sind und auch einem leichten Wasserdruck aushalten, falls mal etwas davor steht. Versiegelte Flächen sollten in Ihrer Neigung immer vom Haus wegführen und idealerweise an die Grundstücksentwässerung angeschlossen sein. Wo das nicht möglich ist, sollten Sie dafür sorgen, dass nicht noch zusätzlich Wasser von anderen Ebenen auf diese Fläche fliest. Wie sie das herausfinden? Testen Sie es an einem heißen Sommertag mit dem Gartenschlauch!

 

Dachentwässerung in Schuss halten!

 

Eine besonders große versiegelte Fläche ist die Dachfläche. Deren Entwässerung ist meistens auch an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Doch Achtung! Diese Systeme verstopfen leicht und das kann bei Starkregen schnell zum Verhängnis werden. Oftmals reist starker Wind viele frische Blätter mit von den Bäumen und setzt die Systeme schnell zu. Die Folge ist dann ein Überlaufen der Dachrinne, welche dann die ohnehin schon hohen Wassermengen noch zusätzlich erhöhen. Und das ausgerechnet ganz in der Nähe der Hauswände! Daher müssen die Dachrinnen regelmäßig gereinigt und sauber gehalten werden. Wer nicht ständig auf die Leiter steigen will oder für jedem Unwetter jemanden kommen lassen möchte, kann sich auch den Regen zunutze machen und auf selbstreinigende Systeme setzen.

 

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