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Schützen Sie Ihre Immobilie – ein Frühjahrscheck des Hauses für den Erhalt der Bausubstanz!

 

Die vier Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft – das wussten schon die alten Griechen – haben sowohl schöpferischere als auch zerstörerische Kraft. Während Erdrutsche und große Flächenbrände in unseren Gegenden zum Glück seltene Ereignisse sind, so stellen Stürme und Regen eine kontinuierliche Bedrohung für den Erhalt der Bausubstanz dar. Deshalb sollte zum alljährlichen Frühjahrsputz auch der Check des Hauses dazugehören. Wenn Sie das regelmäßig machen, können Sie mit geringem finanziellem Aufwand Ihre Immobilie instand halten und teure Erneuerungen Jahrzehnte hinausschieben.

 

Wie schaden Regen und Sturm der Bausubstanz?

Schon bei milden Temperaturen und regnerischem Wetter kann Nässe das Dach und die Fassade durchfeuchten. Wenn es dann kalt wird und gefriert, können nicht nur Leitungen platzen, sondern auch die feinen Risse, in denen das Wasser eingedrungen ist, werden von Mal zu Mal größer. Stürme können schon ab Sturmstärke 8 Schäden anrichten. Zu Bedenken ist dabei, dass der Sturm auf einer Seite auf das Haus triff und gleichzeitig auf der anderen Seite eine starke Sogwirkung entsteht, die meist lockere Teile abreist. Dies müssen nicht immer die Dachziegel sein. Auch Schneefanggitter, Bleche am Schornstein oder Verkleidungen von Dachgauben können betroffen sein. Es muss also nicht einmal der harte Winter mit viel Schnee und Dauerfrost sein, der Ihrer Immobilie zusetzt.

 

Schäden kontrollieren und auf jeden Fall beseitigen!

Wichtig ist, von oben beim Dach anfangen. Jedoch ist hier Vorsicht geboten! Je nach Neigungswinkel des Daches sollten Sie nicht selbst hochklettern, sondern einen Fachbetrieb beauftragen. Wenn bei Ihnen noch Asbest verbaut ist, sollten Sie das im Vorfeld bei der Beauftragung mitteilen. Der Fachbetrieb ist dann auch in der Lage, beschädigte Ziegel auszutauschen und Undichtigkeiten in der Dacheindeckung, an den Schornsteinanschlüssen oder Dachfenstern zu beheben sowie lockere Schneefanggitter zu befestigen. Ist bereits Wasser in die Dachkonstruktion eingedrungen, ist sofortiges Handeln erforderlich. Bevor sich Schimmel ausbreitet und eventuell weitere Bereiche in Mitleidenschaft gezogen werden, ist kontinuierliches Lüften und Austrocknen erforderlich. Wenn das nicht hilft, müssen die betroffenen Bauteile erneuert werden. Bei einem Flachdach liegt das Augenmerk auf den Bitumen-Bahnen. Sind sie noch intakt oder zeigen sie erste Anzeichen von leichten Rissen oder Wellen? Dann sollte neu abgedichtet werden.

 

Im zweiten Schritt sollte die Fassade begutachtet werden. Wer handwerklich geschickt ist und genügend Zeit hat, kann Risse im Putz, abblätternde Anstriche und hohl klingende Putzflächen in den Sommermonaten selbst reparieren.

 

Überprüfung Sie die Dichtungen der Fenster beim Frühjahrsputz und bessern Sie sie gegebenenfalls aus. Holzfenster sollten gestrichen werden und die Scharniere geölt. Wer allerdings im Winter Eisblumen am Fenster bewundert hat, sollte unbedingt neue Fenster einbauen. Die Heizkosten werden garantiert sinken.

 

Dachrinne reinigen

Auch das Dachentwässerungssystem, das heißt alle Fallrohre und Regenrinnen, müssen überprüft werden. Finden sich letzte herbstliche Blätter, Äste oder Neujahrsraketen in den Regenrinnen und behindert den Abfluss? Gibt es Frostschäden an den Fallrohren? Große Teile entfernt man am besten händisch. Für den kleinen Schmutz gibt es verschiedene Werkzeuge und Methoden. Die eleganteste ist, einen SMILTER Laubschutz in das Fallrohr einzubauen und einfach den nächsten Regen abzuwarten. Frostschäden an den Fallrohren gehören dann auch der Vergangenheit an.

 

Reparieren versus Sanieren

Bei allen Versuchen, die Kosten durch Reparaturen möglichst klein zu halten, ist irgendwann eine Sanierung unumgänglich. Aber auch das muss durch die Fortschritte in der Wärmedämmung und den staatlichen Fördermöglichkeiten nicht teuer werden. Denn die Kombination von Instandhaltungsarbeiten und Energiesparmaßnahmen spart auf lange Sicht Geld. Hausbesitzer profitieren außerdem von der Wertsteigerung ihrer Immobilie und sinkenden Heizkosten. Außerdem können sie sich an der schönen neuen Optik erfreuen. Beruhigt können sie dann auch dem nächsten Winter entgegensehen.

 

Was sollten Sie auf keinen Fall tun?

Oftmals klingeln unseriöse Firmen auf Kundenfang ungefragt an der Türe. Häufig geben Sie an, gerade beim Nachbarn gearbeitet zu haben und dabei Schäden an Ihrem Dach gesehen zu haben. Lässt man Sie dann aus Dach, zeigen sie stark vergrößerte Handyfotos oder haben etwas Mörtel dabei. Angeblich alles von Ihrem Dach. Sie versuchen dann, Ihnen überteuerte Reparaturen zu verkaufen, die sie zudem gar nicht benötigen.

 

Wenden Sie sich stattdessen an einen örtlichen Fachbetrieb und schließen Sie mit ihm einen jährlichen Wartungsvertrag ab. Sollte eine Sanierung nötig sein, holen Sie sich ruhig verschiedene Meinungen und Preisvergleiche ein.

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